An dieser Stelle sammeln wir Antworten sowie Links zu Anworten auf häufige Fragen aus der Jugendarbeit im Zusammenhang mit der Coronapandemie und den Maßnahmen dazu. Allgemeine FAQ finden auch auf den Seiten des Robert-Koch-Instituts und des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege.
Es bleiben Fragen unbeantwortet? Melde dich gern per Mail.

Wir haben die Fragen und Antworten nach bestem Wissen und Gewissen zusammengestellt.

Wir versuchen damit eine zusätzliche Unterstützung für den praktischem Umgang mit der Coronapandemie zu geben.
Wir können aber keine Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit übernehmen.

Förderung

Frage: Wir mussten eine Veranstaltung auf Grund des Corona Virus absagen. Das gebuchte Haus verlangt jetzt Stornogebühren und wir hatten schon Material gekauft, dass wir wahrscheinlich nicht mehr brauchen. Ersetzt uns das jemand? Den eingeplanten SJR-Zuschuss bekommen wir ja nicht. An wen müssen wir uns wenden?
Antwort (20.4.2020): Wie bisher, sind nur die in den Richtlinien genannten Ausgaben förderfähig. Das bedeutet, dass Stornierungskosten u.ä. in diesem Kontext nicht gefördert werden können. Auf dem normalen Weg gibt es also nichts.

JuLeiCa

Frage: Was passiert, wenn mangels Schulungsangeboten bzw. Ausfall von geplanten Veranstaltungen eine rechtzeitige Verlängerung der Juleica nicht möglich ist?
Antwort (29.4.2020): Juleicas, die zwischen dem 1.1.2020 und dem 31.12.2020 ihre Gültigkeit verloren haben oder verlieren würden, werden automatisch bis zum 31.12.2020 verlängert. Unabhängig davon gilt weiterhin, dass die Juleica beim Wegfall der Voraussetzungen zurück zu geben ist. Der DBJR entwickelt ein geeignetes Verfahren, um dies im Online-Verfahren sichtbar zu machen und die Jugendleiter_innen eine Bestätigung für die verlängerte Zeit zur Verfügung zu stellen. Sobald wir hier mehr wissen zum konkreten Ablauf, werden wir dahingehend informieren.

Frage: Werden Online-Schulungen (z.B. Webinare) bei der Ausstellung oder Verlängerung der Juleica anerkannt?
Antwort (29.4.2020): Schulungen für die Verlängerung von Juleicas (Fortbildungen) können komplett als online-Angebot durchgeführt werden und werden als solche anerkennt, wenn die Juleica-Qualitätsstandards eingehalten werden. Hier ist darauf zu achten, dass die Themen auch angemessen in einer Online-Veranstaltung behandelt werden können.

Veranstaltungen

Frage: Gibt es bei Online-Veranstaltungen (z.B. virtueller Gruppenabend) bezüglich Aufsichtspflicht und Versicherung etwas zu beachten?
Antwort (20.4.2020): Generell ist es zu begrüßen, wenn sich die Angebote der Jugendarbeit den aktuellen Möglichkeiten anpassen und nicht wegen der Ausgangsbeschränkungen ersatzlos ausfallen!

Wichtig ist jedoch, dass bei der Ausschreibung darauf hingewiesen wird, dass bei Online-Veranstaltungen keine Aufsichtspflicht übernommen werden kann. Dem_der Jugendleiter_in ist es schlicht unmöglich zu kontrollieren, was der_die Jugendliche parallel noch macht oder sprichwörtlich "hinterherzulaufen", wenn der_die Jugendliche vom Bildschirm verschwindet.

Wenn es sich bei den Online-Veranstaltungen um offizielle Veranstaltungen des Trägers (Jugendgruppe, Jugendverband, Jugendring, usw.) handelt, dann sollte das von den Versicherungen erfasst sein. Für die Haftpflichtversicherung der Stadt-, Kreis- und Bezirksjugendringe ist diese Frage mit der Bernhard Assekuranz geklärt: Es ist erfasst. Andere Träger sollten sich sicherheitshalber bei ihrer Versicherung entsprechend informieren.

 

Frage: Was muss ich bei der Verwendung von Videokonferenztools (Adobe Connect,. Zoom, Skype, usw.) datenschutzrechtlich beachten?
Antwort (20.4.2020): Eine gute Übersicht zu den datenschutzrechtlichen Fragen bei der Verwendung mit Videokonferenztools mit praktischen Hinweisen und einer Checkliste findet sich unter: https://datenschutz-generator.de/dsgvo-video-konferenzen-online-meeting/  Jeder Träger sollte sich hier unbedingt vorab Gedanken machen!

 

Frage: Sind sportbezogene Feriencamps für Kinder und Jugendliche (z.B. Fußballcamp, Tenniscamp etc.) erlaubt?
Antwort (14.6.2020):
Ein Training ist unter Einhaltung und Umsetzung der entsprechenden Hygiene-Auflagen, je nachdem ob indoor oder an der frischen Luft gespielt wird, möglich – ab dem 8. Juni 2020 in Gruppen mit bis zu 20 Kindern.

Voraussetzung ist eine kontaktlose Ausübung. Ein Trainingsmatch/Abschlussturnier ist somit nicht möglich. Sich aus der Entfernung die Bälle zuschießen, Dribbeltraining im Stangenwald, Elfmeter-Training, Joggen, Beweglichkeits- und Fitnessübungen etc. sind aber zulässig, soweit die Abstände eingehalten werden. Selbiges gilt für die gemeinsamen Mahlzeiten und die Hausaufgabenbetreuung.

Jugendarbeit ist Bildung(sarbeit)

Frage: Was versteht der BJR unter Jugendarbeit zum Zwecke der Bildungsarbeit nach dem SGBVIII?
Antwort (02.06.2020): Das Bayerische Kabinett hat am 26. Mai 2020 beschlossen, dass „ab 30. Mai 2020 Präsenzangebote der Erwachsenenbildung i. S d. Art. 1 BayEbFöG, der Sprach- und Integrationsförderung und vergleichbarer Bildungsangebote, u.a. der Bildungszentren ländlicher Raum oder privatwirtschaftlicher Bildungsanbieter, sowie der Familienbildungsstätten, der Jugendarbeit (nur zu Zwecken der Bildungsarbeit nach dem SGB VIII) und der außerschulischen Umweltbildung in Bayern geöffnet werden. Zwingende Voraussetzung ist die Beachtung des erarbeiteten Hygienekonzepts“.

Jugendarbeit im Rahmen des SGB VIII ist nach dem Verständnis des Bayerischen Jugendrings Bildungsarbeit. Damit umfasst dieser Beschluss die Jugendarbeit in ihrer ganzen Vielfalt. Zu beachten ist dabei das „Hygienekonzept“ sowie die Empfehlungen des Bayerischen Jugendrings, die die geltenden Bestimmungen für die Jugendarbeit konkretisiert. Die Empfehlungen veröffentlicht der BJR in seiner Funktion als überörtlicher Träger der öffentlichen Jugendhilfe und damit für den Bereich der Jugendarbeit zuständig für die Beratung der Jugendämter und die Entwicklung von Empfehlungen zur Erfüllung der Aufgaben. Die vorliegenden Empfehlungen nach §85 Abs.2 Nr.1 SGB VIII beschreiben insoweit, wie unter den gegebenen Umständen Rahmenbedingungen für die Angebote der Jugendarbeit beschaffen sein sollten. Der Träger muss sicherstellen, dass sowohl die finanziellen als auch personellen Ressourcen zur Umsetzung des Hygienekonzepts vorhanden sind.

Zudem ist unter der derzeit gültigen BayIfSMV Gruppenarbeit nicht zugelassen. Damit ist nicht gemeint, dass Gruppenstunden als Ganzes untersagt sind, sondern eben Gruppenarbeit in den Gruppenstunden. Soweit erforderlich und infektionsschutzrechtlich vertretbar, kann gegebenenfalls die zuständige Kreisverwaltungsbehörde Ausnahmen von dieser Untersagung, ggf. mit Auflagen, genehmigen. Hier empfiehlt es sich mit dem örtlichen Gesundheitsamt Kontakt aufzunehmen. Im Zuge der Öffnung der allgemeinen Spielplätze können Aktivspielplätze unter Beachtung der für Spielplätze geltenden Bestimmungen und der allgemeinen Regelungen - insbesondere Mindestabständen - genutzt werden, sofern sie wie allgemeine Spielplätze genutzt werden. 

__ Mehr zum Beschluss der BJR-Vollversammlung: Jugendarbeit ist Bildung(sarbeit)

Öffentliches Leben

Frage: Sind Spielplätze geöffnet?
Antwort (14.06.2020): Spielplätze (keine Bolzplätze) unter freiem Himmel sind für Kinder nur in Begleitung von Erwachsenen geöffnet. Die begleitenden Erwachsenen sind gehalten, jede Ansammlung zu vermeiden und wo immer möglich auf ausreichenden Abstand der Kinder zu achten.

Quellen:

Bayerischer Jugendring

Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege

Bayerisches Staatsministerium des Inneren. für Sport und Integration

Weitere Informationen:

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